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Reiseblog um die Welt

Wandern, Radeln, Trampen, Segeln, Fahren - egal wie, Hauptsache die Welt bereisen

Solingen - Kiel

Kiel - Istanbul

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Zentralamerika

Zu Fuß von Solingen nach Kiel

News

2103, 2021

Um unseren Weg über die Nordmazedonische Grenze zu erleichtern, hilft uns Anatoli Tickets für den einzigen Zug zu finden, der um 7 Uhr am Morgen bis zum letzten Dorf vor der Grenze fährt. Von dort aus müssen wir die Fahrräder zwei Kilometer weit durch tiefen Schnee schieben bevor wir an die geräumte Haupstraße kommen. Die insgesamt knapp 90 km bis zu unserer Unterkunft gehen zwar viel bergab und das auch noch durch eine malerische Landschaft, aber Kälte, Schnee und Regen vermiesen uns den Spaß an der Strecke gewaltig. Als wir Nachmittags unseren sicheren, warmen Hafen erreichen, sind wir klatschnass und durchgefroren, aber auch froh endlich angekommen zu sein.

2003, 2021

Wir haben für die nächste Nacht einen Host in Kyustendil gefunden und möchten heute die knapp 75 km dorthin überbrücken. Da wir erst recht spät fertig sind, dann noch mit Iskren ein Pferderennen zur Feier des Frühlingsanfangs besuchen und es immernoch regnet und schneit, beschließen wir von Pernik aus einen Zug nach Kyustendil zu nehmen. Der Transport der Fahrräder ist hier problemlos möglich. Durch das Überspringen von 50 km können wir den nachmittag und Abend mit unserem Host Anatoli und seinen Freunden verbringen.

2003, 2021

Heute soll es weiter gehen, vorher treffen wir uns aber mit Iskren von CS, um uns das Pferderennen anzusehen, was den Frühlingsanfang einläuten soll. Danach besuchen wir Pernik gemeinsam. Nachmittags fahren wir mit dem Zug weiter nach Kyustendil, wo uns unser CS-Host Anatoli und seine Freunde erwarten. Wir verbringen einen lustigen und leckeren Abend gemeinsam.

Über uns

Wir sind Andi und Toni. Wir haben uns in der Schule kennen und mögen gelernt. Dann etwas aus den Augen verloren, wiedergefunden und entschlossen gemeinsam auf Weltreise zu gehen. Beim Träumen und Planen verliebt und kurz vor dem Start geheiratet.

Unser Plan

Wir wissen, dass wir etwa drei Jahre unterwegs sein wollen und dass wir die Welt ostwärts umrunden möchten. Wir haben unsere Route nicht genau geplant, sondern werden die nächsten Abschnitte immer spontan planen. Ursprünglich wollten wir per Anhalter um die Welt reisen, aber leider hat uns Covid-19 da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Um unsere Träume nicht aufgeben zu müssen, haben wir dann umgeplant: Wir werden zu Fuß und mit dem Rad reisen, werden Schiff fahren und Trampen, wenn es wieder möglich ist, werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln, vielleicht mal einem eigenen Fahrzeug, aber niemals mit dem Flugzeug die Welt umrunden. Schlafen werden wir vorzugsweise in unserem Zelt, ab und zu sicherlich auch in Hostels oder auch couchsurfend bei Menschen, die wir während unserer Reise kennenlernen.

Unsere Träume

All unsere Träume in Worte zu fassen wäre ein aussichtsloses Unterfangen, aber versuchen kann ich es ja mal.

Wir träumen von einsamer Natur, Orten fern ab der Zivilisation, vom Schwitzen in der Wüste und Frieren im Schnee. Wir träumen von uns noch fremden Kulturen, den Menschen, die wir treffen werden und auch dem traditionellen Essen in anderen Ländern.

Wir träumen davon mehr zu tun, als in dem Lebensplanungskorsett unserer Gesellschaft zu stecken. Wir wollen mehr über die Welt, in der wir leben, wissen, als wir jemals googlen könnten. Wir möchten herausfinden, wer wir, fern ab unseres Alltags, sind und wer wir sein können und sein möchten.  Wir möchten mit unseren Ideen auf die Nase fallen (wenn es sein muss) und aus eigener Kraft wieder aufstehen.

Wir sehnen uns danach uns selbst und einander noch besser kennenzulernen und so unsere Beziehung zu vertiefen. Wir freuen uns auf die Reduzierung unserer Bedürfnisse, darauf zu lernen mit wenig zurecht zu kommen, nur noch das zu brauchen, was wir in unseren Rucksäcken oder Packtaschen bei uns haben. Wir hoffen dadurch zu lernen ein nachhaltigeres, genügsameres Leben zu führen und jedes kleine Glück auch als solches zu begreifen.

Andi

Ich knippse die Fotos zu dem Blog. Dabei sein wird eine bunte Auswahl von Allem, das mir vor die Linse läuft. Außerdem verwalte ich die Website.

Ich bin 23 Jahre alt und komme ebenfalls aus Solingen. Mein Abitur machte ich mit Toni zusammen, zog danach aber nach Münster, um dort Pharmazie zu studieren. Auf dem Weg zum Chiemsee erprobten wir das gemeinsame Wandern. Eines Tages fragte mich Toni, ob ich nicht mit auf Weltreise kommen wolle. Seitdem hat mich diese Idee nicht mehr losgelassen. Ich freue mich darauf die verschiedenen Länder, Kulturen und Landschaften kennenzulernen und freute mich immer mehr auf die Abreise. Nachdem ich das 2. Staatsexamen zu Mai bestanden hatte, gab es zwar noch eine gewisse Verzögerung der Abreise durch Corona, aber jetzt geht’s dann doch demnächst los.

Toni

Ich schreibe für euch erstmal die Einträge, die ihr hier auf unserer Website lesen könnt. Ich versuche meinen eigenen Schreibstil zu finden, um euch an unsere Abenteuerberichte zu fesseln. Ich weiß noch nicht ob ich eher sachlich und nüchtern, emotional und reich an Adjektiven oder witzig und sarkastisch schreiben möchte.

Ich bin 22 Jahre alt und komme aus der Stadt Solingen in NRW. Dort habe ich mit 17 mein Abitur gemacht und anschließend eine dreijährige Ausbildung zur Orthopädietechnik-Mechanikerin absolviert. Während dessen habe ich angefangen mich für das Thema Backpacking zu interessieren und bin 855km weit von Solingen zum Chiemsee gewandert. Dabei habe ich festgestellt, dass dieses luxuslose Wildcamper Dasein mich ziemlich glücklich macht und so wurde die Idee geboren eine Weltreise zu unternehmen. Ich habe dann, um Geld sparen zu können und die Idee in mir reifen zu lassen, zwei Jahre gearbeitet und bin jetzt so weit mit meinem frischgebackenen Ehemann auf die große Reise zu starten.

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